Teamschulung -Bedürfnisorientierte Pädagogik im Alltag umsetzen

„Hinter jedem Verhalten steckt ein Bedürfnis und hinter jedem Bedürfnis ein Kind, das verstanden werden möchte.“

Das erwartet Euch

„Kinder brauchen keine perfekten Fachkräfte, sie brauchen Erwachsene, die verstehen, was hinter ihrem Verhalten steckt.“
In der pädagogischen Praxis begegnen Fachkräfte täglich Situationen, die herausfordernd sein können: Kinder, die wütend werden, sich verweigern, laut werden oder scheinbar nicht kooperieren.
Schnell entsteht der Eindruck, das Verhalten müsse „korrigiert“ werden.
Doch Verhalten ist selten grundlos.
Oft ist es Ausdruck eines unerfüllten Bedürfnisses, nach Sicherheit, Verbindung, Autonomie, Orientierung oder Entlastung.
Bedürfnisorientierte Pädagogik bedeutet nicht, alles zu erlauben oder Grenzen aufzugeben.
Sie bedeutet, Verhalten zu verstehen, Bedürfnisse zu erkennen und gleichzeitig klar und verantwortungsvoll zu führen.
Dieser Teamschulung lädt pädagogische Fachkräfte dazu ein, Bedürfnisorientierung jenseits von Schlagworten zu verstehen und konkrete Wege zu entdecken, wie sie im Kita-Alltag authentisch und umsetzbar gelebt werden kann.

 

Ziele des Tages

Verhalten aus einer neuen Perspektive verstehen
Fachkräfte lernen, Verhalten als Ausdruck innerer Bedürfnisse zu erkennen und dadurch mehr Klarheit und Handlungssicherheit zu entwickeln.

 

Bedürfnisorientierung praxisnah einordnen
Mythen und Missverständnisse werden aufgegriffen und durch fundiertes Fachwissen ersetzt.

 

Handlungsstrategien für den Alltag entwickeln
Das Team erarbeitet konkrete Möglichkeiten, wie Bedürfnisse gesehen und gleichzeitig klare Grenzen gesetzt werden können.

 

Sicherheit im Umgang mit herausfordernden Situationen stärken
Durch Reflexion, Austausch und Übungen entstehen neue Perspektiven für den Umgang mit emotional intensiven Momenten.

 

Inhalte der Teamschulung

 

Einstieg: Verhalten verstehen statt bewerten

Zum Einstieg richten wir den Blick auf typische Alltagssituationen aus der Kita:

Kinder, die schreien, trotzen, sich verweigern oder impulsiv reagieren.

Gemeinsam betrachten wir diese Situationen aus einer neuen Perspektive:

Was steckt eigentlich hinter diesem Verhalten?

Durch kurze Reflexionsimpulse und praxisnahe Beispiele wird deutlich, dass Verhalten häufig ein Signal innerer Bedürfnisse ist, auch wenn es für Erwachsene herausfordernd wirkt.

Dieser Einstieg schafft Verständnis und öffnet den Raum für eine neue Haltung im Umgang mit kindlichem Verhalten.

 

Fachlicher Input: Was bedeutet Bedürfnisorientierung wirklich?

Der Begriff „Bedürfnisorientierung“ ist in den letzten Jahren sehr präsent geworden, gleichzeitig herrscht häufig Unsicherheit darüber, was er tatsächlich bedeutet.

In einem kompakten fachlichen Impuls wird vermittelt:

  • welche Grundbedürfnisse Kinder haben

  • wie sich unerfüllte Bedürfnisse im Verhalten zeigen können

  • warum Grenzen und Bedürfnisorientierung kein Widerspruch sind

  • welche Rolle die pädagogische Haltung dabei spielt

Anhand konkreter Beispiele aus dem Kita-Alltag wird deutlich, wie Fachkräfte Bedürfnisse wahrnehmen können, ohne die Struktur und Sicherheit im Gruppenalltag zu verlieren.

 

Praxisübung: Bedürfnisse hinter Verhalten erkennen

In kleinen Gruppen arbeiten die Teilnehmenden mit typischen Alltagssituationen aus der Kita.

Beispiele können sein:

  • Ein Kind wirft Spielzeug durch den Raum.

  • Ein Kind verweigert das Aufräumen.

  • Ein Kind reagiert sofort mit Wut, wenn etwas nicht klappt.

  • Ein Kind zieht sich ständig zurück.

Gemeinsam wird in Gruppen aus Sicht des Kindes, die Bedürfnisse rausgearbeitet.

Durch diesen Perspektivwechsel entsteht ein tieferes Verständnis für kindliche Reaktionen.

 

Bedürfnisorientierung und Grenzen, wie passt das zusammen?

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, Bedürfnisorientierung bedeute grenzenloses Gewährenlassen.

In diesem Teil des Workshops geht es darum zu verstehen:

  • warum Kinder klare Grenzen brauchen

  • wie Grenzen ruhig, respektvoll und sicher gesetzt werden können

  • wie Fachkräfte gleichzeitig empathisch und klar bleiben

Anhand konkreter Formulierungsbeispiele und Alltagssituationen wird erarbeitet, wie Fachkräfte Bedürfnisse anerkennen können, ohne ihre Verantwortung aufzugeben.

 

Sprache, Haltung und Wirkung im Alltag

Die Art, wie Erwachsene mit Kindern sprechen, beeinflusst maßgeblich das emotionale Klima im Alltag.

In diesem Teil reflektieren die Teilnehmenden:

  • Welche Sprache stärkt Verbindung?

  • Welche Formulierungen lösen Widerstand aus?

  • Wie wirkt meine Körpersprache auf Kinder?

Gemeinsam werden alternative Formulierungen entwickelt, die Orientierung geben und gleichzeitig Wertschätzung vermitteln.

 

Warum dieser Workshop wertvoll ist

Wenn Fachkräfte Verhalten verstehen, verändert sich ihr Blick auf Kinder.

Aus Machtkämpfen entstehen Beziehungsmöglichkeiten.
Aus Stressmomenten entstehen Lernmomente.

Bedürfnisorientierte Pädagogik stärkt:

  • die emotionale Sicherheit von Kindern

  • die Handlungssicherheit von Fachkräften

  • und das Miteinander im Team

Dieser Teamschulung verbindet fachliches Wissen, praktische Impulse und persönliche Reflexion, für einen pädagogischen Alltag, der von Klarheit, Verständnis und Verbindung geprägt ist.

 

Rahmen

Dauer: ca. 3 Stunden
Ort: Inhouse in Deiner Einrichtung
Honorar: nach Absprache
Anfragen können jederzeit über das Kontaktformular gemacht werden!
Ich melde Mich umgehend zurück!

Tagesseminar für pädagogische Fachkräfte

  • Zeitraum von ca. 3 Stunden
  • Individuelle Anpassungen nach Absprache möglich
  • Vor-Ort-Schulung in Deiner Einrichtung
Nach oben scrollen